Samstag, 12. August 2017

Ein neuer Quilt ist in Arbeit

Es gibt immer mal Zeiten, in denen mich die Muse - dieses unzuverlässige Weib - 
nicht küsst und ich unzufrieden im Atelier herumtigere. 
Welch ein Glück, wenn ich dann,  animiert durch ein paar farblich ansprechende Stoffreste, 
damit beginne, diese Teile an der Designwand zu arrangieren. 
So ist nun innerhalb einer Woche ein neues Top für einen Wand-Quilt entstanden.


Zwischendurch fotografierte ich immer wieder mal den Stand der Arbeit, 
so dass man den Fortschritt erkennen kann.





Inzwischen habe ich das Top mit Vlies und Rückseiten-Stoff zusammengeheftet. 
Nun wartet es darauf, dass ich mit dem Quilten beginne. 
Möglicherweise fange ich heute damit an.

Dienstag, 8. August 2017

Ein Geburtstags-Ausflug

Meine liebe Freundin G. hatte gestern Geburtstag und ließ sich aus diesem Anlass etwas ganz Besonderes einfallen. 
Sie lud alle Freunde zu einem Bus-Ausflug in ihre Heimatstadt Erding ein. 
Die Gäste füllten einen Bus mittlerer Größe 
und zur Begrüßung gab es gleich einen prickelnden, gut gekühlten Crémant.
Sehr fein!

Ich kannte Erding bisher nicht und entdeckte eine wunderschöne Stadt. 
Wir bekamen mit dem Bus eine sehr ausführliche Stadtführung mit vielen interessanten Informationen.


Das ist der großzügige Schrannenplatz mitten in der Stadt.


Hinter der schönen Fassade der Sparkasse ragt der Stadtturm empor.


Ein Blick von unten nach oben lässt einen schon schwindlig werden. 


143 Stufen führen in die Spitze des Turms zur Wohnung des ehemaligen Turmwärters. 
Ich habe mich todesmutig in das Abenteuer der Ersteigung gestürzt. 
 Als ich die steilen, engen und schmalen Stufen sah, die in die Höhe führten, 
wusste ich, dass ich all meinen Mut brauchen würde. 
Ich wollte aber unbedingt nach oben, um aus der Vogelperspektive Fotos zu schiessen.


Von der steilen Treppe konnte man einen schönen Blick auf die Glocken erhaschen.

Keuchend kam ich auf dem "Gipfel" an und wusste bei diesem Ausblick, 
dass sich die Anstrengung gelohnt hatte. 




Die Mittagspause verbrachten wir ihn der Nähe des "Herder-" oder "Hirten-Häusls". 
Leider vergaß ich zu fragen, warum dieses uralte Bauernhaus "Herder-Haus" genannt wird.


Das heute noch strohgedeckte Haus wurde um 1650 gebaut 
und ist vermutlich das älteste Bauernhaus Bayerns. 


Es war einstmals die Wohnstätte des Dorfhirten.


Den Schönen Turm mussten wir umfahren, 
denn der Bus wäre in dem engen Durchlass hängen geblieben.


Es gibt in Erding entzückende Läden mit phantasievollen Namen, 
z.B. die "Büstenhalterei"oder die "Schachtel-Werkstatt", 
in die ich unbedingt einen Blick werfen musste.


Alle diese schönen Schachteln sind von der Werkstatt-Inhaberin 
in Handarbeit selbst hergestellt worden.




Auch in die spätgotische Stadtpfarrkirche St. Johann Baptist warfen wir noch einen Blick 
und gönnten uns dort einen Augenblick der Ruhe.  


 Als wir wieder zu Hause ankamen, 
ging gerade der Mond auf und es zeichnete sich die beginnende partielle Mondfinsternis ab.

Vielen Dank, liebe G. für diese wunderbare Idee, 
die rund-um-Bewirtung und -Betreuung 
und dass Du uns Deine Heimatstadt nahe gebracht hast.
Es war ein wundervoller Tag!


Donnerstag, 3. August 2017

Negative Erlebnisse

In den letzten Tagen hatte ich zwei Erlebnisse, von denen ich euch berichten möchte.

Das erste Ereignis passierte, als ich den Baumarkt im Nachbarort besuchte. Ich hatte ein paar Pflanzen eingekauft und als ich alles ins Auto geladen und den Einkaufswagen zurückgebracht hatte, sah ich eine Frau auf einem Fahrrad von der Straße in die Einfahrt zum Baumarkt-Parkplatz einbiegen. Am Lenker des Rades hingen zwei riesige prall gefüllte Taschen, der Korb auf dem Gepäckträger war überquellend voll und sie zog einen ebenfalls randvollen Fahrrad-Anhänger hinter sich her. Als direkt in der Einfahrt eine der Taschen platzte oder der Henkel riss, war mir auch klar, welche Ladung sie transportierte: Es waren leere Flaschen. Nun ist gegen das Flaschen sammeln nichts zu sagen, im Gegenteil. 
Doch nun beobachtete ich, dass die Frau die heil gebliebenen Flaschen wieder einsammelte, sich auf ihr Transport-Fahrrad setzte und davon fuhr. Der Riesenhaufen Scherben blieb mitten in der Einfahrt liegen, so nach dem Motto, wird sich schon jemand darum kümmern.
Und wer hat sich gekümmert? ICH!
Warum tue ich das? Weil ich so erzogen wurde!
Schließlich können die Scherben Kinder oder Tiere verletzen, es können Fahrrad-Reifen und evtl. sogar Auto-Reifen aufgeschlitzt werden.
Im Baumarkt holte ich mir einen Besen und bat den jungen Mann, der ihn mir gab, doch mit einer Schaufel und einem kleinen Besen nachzukommen. Zusammen beseitigten wir dann die Hinterlassenschaft der Flaschen-Sammlerin. 
Der junge Mann fragte nur ganz verwundert, 
warum die Frau nicht selbst gekommen war und um den Besen gefragt hat. 
Das möchte ich allerdings auch gerne wissen.

Foto via Internet

Das zweite Erlebnis war etwas unbedeutender, 
aber doch auch wieder sehr bezeichnend.
Ich stand im Supermarkt an der Kasse, ich war die dritte in der Schlange.
Ein Mann bezahlte seine Einkäufe, nahm den Kassenzettel und warf ihn auf den Boden. 
Dann verließ er den Laden. 
Hinter ihm stand eine junge Mutter mit ihrem etwa 3-jährigen Kind. 
Das Kind bückte sich sofort und hob das Papier auf. 
Die Mutter: "Laß´ das, schmeiß das wieder hin!". 
So geht Erziehung heute!

So, das musste ich heute loswerden. 
Ich bin jedesmal fassungslos, wenn ich sehe, wie Papier, Getränkedosen, Flaschen, Verpackungen usw. einfach weggeworfen werden, obwohl ein paar Schritte weiter ein Abfallkorb steht.  
So passiert es auch ständig in meinem Vorgarten.

Wenn mir eine Fee oder ein Flaschengeist eines Tages drei Wünsche gewährt, 
wäre einer davon folgender:
All das, was Leute so achtlos in die Gegend werfen, 
sollte ihnen ein Leben lang in einer Schlange nachfolgen, ohne dass sie es abschütteln können. 
Ich denke, das würde sehr erzieherisch wirken! 


Freitag, 28. Juli 2017

Stoff-Bild, Bild-Stoff

Manche Stoffe sind einfach zu schön, um sie zu zerschneiden. 
So erging es mir mit diesem herrlichen Chinoiserie-Stoff. 
Allerdings muss ich zugeben, dass es sich bei diesem Gelb um eine schwierige Farbe handelt, 
die fast zu keinem anderen meiner Stoffe passte.
Da kam mir die Idee mit dem Keilrahmen.

Da der Stoff sehr dünn ist, holte ich mir bei Künstlerbedarf Boesner einen bereits mit Leinwand bespannten Keilrahmen in passender Größe und befestigte den Stoff mittels Reisszwecken und Klebeband. Flugs zwei kleine Nägelchen in die Wand geklopft und fertig war die Laube.


Nun hängt der schöne Stoff als Bild neben meiner Design-Wand über dem Zuschneide-Tisch 
und erfreut meine Augen.


Praktisch ist die Geschichte auch:
Sollte ich wieder einen Stoff bekommen, der zu schön ist, um ihn zu zerschneiden, 
kann er problemlos gegen den Chinoiserie-Stoff ausgetauscht werden.



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